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Dr. Isabel Leicht

Mit der Coronapandemie haben die Themen Homeoffice und mobiles Arbeiten für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer deutlich an Bedeutung gewonnen. Das bidt führte die fünfte repräsentative Kurzbefragung unter 1.126 berufstätigen Internetnutzerinnen und -nutzern in Deutschland unter Verwendung von Google Surveys durch. Die jüngste Befragung erfolgte während der veränderten politischen Situation nach der Bundestagswahl mit den sich anschließenden Koalitionsverhandlungen von SPD, Bündnis 90/Die Grünen und FDP. Zudem gab das Auslaufen der Homeoffice-Pflicht Anlass für die Befragung. Die Ergebnisse im Überblick:
„Die Ergebnisse der bidt-Umfrage zeigen, dass es bei den Berufstätigen hohen Bedarf an einer Regulierung von Homeoffice gibt. Die künftige Regierung sollte hier die Zeichen der Zeit erkennen und Rechtssicherheit schaffen“, so Roland A. Stürz, Abteilungsleiter des bidt Think Tank. Sozialpartnerschaftliche Regelungen von Homeoffice sollten dabei im Mittelpunkt stehen: Eine Erhöhung der arbeitsrechtlichen Spielräume sowohl für die Arbeitgeber- als auch die Arbeitnehmerseite, eine stärkere Mitbestimmung bei der Ausgestaltung von Homeoffice-Regelungen und klare Vorgaben in Sachen Arbeits- und Gesundheitsschutz im Homeoffice sind mögliche Lösungswege.
„Gleichzeitig sollten Entscheiderinnen und Entscheider in Politik und Wirtschaft diejenigen im Blick haben, die aufgrund ihrer Tätigkeit nicht im Homeoffice arbeiten können. So sind Berufstätige ohne Homeoffice-Nutzung seltener mit ihrer Arbeitssituation zufrieden als Berufstätige, die mindestens gelegentlich zu Hause arbeiten“, so Stürz weiter. Eine einseitige Förderung von Homeoffice, beispielsweise durch steuerliche Anreize, könnte die soziale Kluft zwischen Digitalisierungsgewinnern und -verlierern weiter erhöhen. Dort, wo Homeoffice nicht möglich ist, müssten Politik und Arbeitgeber für einen geeigneten Ausgleich sorgen.
Link zur Studie:
Digitalisierung durch Corona? Homeoffice im September/Oktober 2021
[verfügbar ab 12.11.2021 unter www.bidt.digital/studie-homeoffice5/]
Autorinnen und Autoren der Studie:
Dr. Roland A. Stürz, Antonia Schlude, Hannes Putfarken und Christian Stumpf
(alle bidt Think Tank)
Pressekontakt:
Margret Hornsteiner
Abteilungsleiterin Dialog
Tel.: +49 89 540 235 630
E-Mail: presse@bidt.digital
Ansprechpartner zur Studie:
Dr. Roland A. Stürz
Abteilungsleiter Think Tank
Tel.: +49 89 540 235 620
E-Mail: roland.stuerz[at]bidt.digital
Das Bayerische Forschungsinstitut für Digitale Transformation (bidt) ist ein Institut der Bayerischen Akademie der Wissenschaften. Es trägt dazu bei, die Entwicklungen und Herausforderungen des digitalen Wandels besser zu verstehen. Damit liefert es die Grundlagen, um die digitale Zukunft im Dialog mit der Gesellschaft verantwortungsvoll und gemeinwohlorientiert zu gestalten. Das bidt fördert herausragende interdisziplinäre Forschung und liefert als Think Tank Entscheidungsträgern in Politik und Wirtschaft evidenzbasierte Empfehlungen. Forschung findet am Institut im offenen Dialog zwischen Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und Gesellschaft statt.