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Dr. Isabel Leicht

Das bidt fördert fünf neue interdisziplinäre Forschungsvorhaben an bayerischen Hochschulen und Forschungseinrichtungen. Sie behandeln Forschungsfragen in den Themenfeldern Hass und Gewalt gegenüber Frauen im Netz, Mensch-Maschine-Interaktion, digitaler Arbeitsplatz, Innovation und Organisationswandel sowie Kooperationsplattformen und Wissensaustausch.
Alle Projekte bündeln wissenschaftliche Expertise interdisziplinär und standortübergreifend. Die fünf Forschungsvorhaben wurden aus 22 Projektvorschlägen die von 68 Antragstellenden eingereicht wurden, in einem zweistufigen Begutachtungsverfahren ausgewählt. Kriterien für die Auswahl waren eine exzellente wissenschaftliche Qualität, ein interdisziplinärer Zugang sowie die gesellschaftliche und politische Relevanz der vorgeschlagenen Themen. Die Projekte starten im ersten Quartal 2022.
„Die Themen unserer fünf neuen, vom bidt geförderten Konsortialprojekte zeigen die Bandbreite der aktuellen Forschungsdiskussionen auf. Digitalisierung durchdringt alle Lebensbereiche und die Projekte leisten ihren Beitrag für Politik, Wirtschaft und Gesellschaft, die Auswirkungen der digitalen Transformation besser zu verstehen und einzuordnen“, so Christoph Egle, wissenschaftlicher Geschäftsführer des bidt.
Die Projekte im Überblick
Hassreden und Anfeindungen gegenüber politisch aktiven Frauen sind zu alarmierenden Negativmerkmalen von Online-Diskussionen geworden. In dem interdisziplinären Projekt sollen Inhalte und Dynamiken von Online-Feindlichkeit gegenüber politisch aktiven Frauen besser verstanden und Methoden zur Früherkennung solcher Dynamiken entwickelt werden.
Wie können digitale Innovationen in organisationalen Veränderungsprozessen eingesetzt werden, um bekannten Herausforderungen besser zu begegnen und die geringen Erfolgsraten von Veränderungsprojekten zu steigern? Das Forschungskonsortium verknüpft Perspektiven aus Wirtschaftsinformatik, Soziologie und Management, um die Chancen und Risiken von digitalen Innovationen zur Gestaltung organisationalen Wandels von Unternehmen ganzheitlich zu erforschen.
Antragstellende
Das Projekt untersucht die potenziellen Gefahren eines zu starken Vertrauens in Maschinen bei medizinischen Entscheidungen. Die Forschenden bewerten das angemessene Maß an Vertrauen, damit Ärztinnen und Ärzte vom Einsatz KI-basierter Empfehlungssysteme bei der Interpretation medizinischer Bilder profitieren können. Sie erforschen, wie die KI-Systeme gestaltet werden sollten und welche Rolle diese für Verantwortlichkeit und Rechenschaft spielen.
Antragstellende
Digitale, taktile Sensoren werden zunehmend mit Künstlicher Intelligenz gekoppelt, um Menschen bei ihren täglichen und beruflichen Aktivitäten zu unterstützen, z.B. bei Spurhalteassistenten im Auto oder Robotern, die bei Präzisionsoperationen unterstützen. In Anbetracht der Bedeutung künstlicher Assistenzsysteme untersucht das Projekt aus Perspektive der Kognitionswissenschaften, Computerwissenschaften und Philosophie deren Einbeziehung in den Trainingsprozess.
Antragstellende
Digitale Kollaborationsplattformen bieten die technologische Grundlage für einen interdisziplinären, hierarchieübergreifenden Austausch von Individuen innerhalb von Organisationen – sie werden jedoch zu weiten Teilen unzureichend genutzt. Das Projektteam erforscht die Motivatoren und Inhibitoren in der individuellen Nutzung. Es sollen Lösungsansätze aus Perspektive der Organisations- und Managementforschung, der Sozialpsychologie sowie Forschung zur Mensch-Computer-Interaktion für einen optimierten Einsatz von Plattformen identifiziert werden.
Antragstellende
Pressekontakt
Margret Hornsteiner
Abteilungsleiterin Dialog
Tel.: +49 89 540 235 630
presse[at]bidt.digital
Wissenschaftlicher Ansprechpartner
Dr. Christoph Egle
Wissenschaftlicher Geschäftsführer
Tel.: +49 89 540 235 610
christoph.egle[at]bidt.digital
Das Bayerische Forschungsinstitut für Digitale Transformation (bidt) ist ein Institut der Bayerischen Akademie der Wissenschaften. Es trägt dazu bei, die Entwicklungen und Herausforderungen des digitalen Wandels besser zu verstehen. Damit liefert es die Grundlagen, um die digitale Zukunft im Dialog mit der Gesellschaft verantwortungsvoll und gemeinwohlorientiert zu gestalten. Das bidt fördert herausragende interdisziplinäre Forschung und liefert als Think Tank Entscheidungsträgern in Politik und Wirtschaft evidenzbasierte Empfehlungen. Forschung findet am Institut im offenen Dialog zwischen Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und Gesellschaft statt.