Präsentation des 20. Bandes der Münchner Reihe der Deutschen Inschriften - Die Inschriften der Stadt Landshut
Buchpräsentation
Mit den Inschriften der Stadt Landshut legt das Projekt für die Herausgabe der deutschen Inschriften des Mittelalters und der frühen Neuzeit den 20. Band der Münchener Reihe vor. Der Band Landshut ist gleichzeitig der dritte Band, der eine bayerische Herzogsstadt behandelt. Landshut war Mittelpunkt des niederbayerischen Teilherzogtums und Sitz der sogenannten Reichen Herzöge. Neben der Burg Trausnitz hat sich die Stadtresidenz, der erste Renaissancepalast nördlich der Alpen, erhalten. Er präsentiert eine reiche Ausmalung mit zahlreichen Beischriften aus der Zeit Herzog Ludwigs X. Das von Herzogin Ludmilla gestiftete Zisterzienserinnenkloster Seligenthal beherbergt Grabplatten Adliger, darunter der Preysing und der Kärgl, sowie Äbtissinnengrabmäler aus mehreren Jahrhunderten. Die ältesten, mit Inschriften versehenen Schätze − wie eine romanische Mitra − stammen aus diesem Konvent. Die kirchlichen Bauten der Stadt bestechen durch architektonische Elemente und Ausstattungstücke mit reichen Bild- und Inschriftenprogrammen. Herausragende Stücke sind der Hochaltar in St. Martin und das Westportal der Heiliggeistkirche. Die Pfarrkirchen Landshuts bieten ein breites Spektrum an Grabdenkmälern für herzogliche Amtsträger, Geistliche und städtisches Bürgertum. Ergänzt wird dieser Bestand durch eine umfangreiche, kopiale Überlieferung aus dem aufgelösten Franziskanerkloster, dessen äußerer Kreuzgang als Grabstätte für zahlreiche Landshuter Familien diente, deren Andenken durch die Beseitigung der Gedächtnismale ausgelöscht wurde und im Inschriftenband erstmals wieder einer größeren Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird.
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