Neoimperialismus als Herausforderung der Gegenwart
Eröffnungsveranstaltung der neuen Ad hoc-AG
Die internationale Ordnung steht erneut vor tiefgreifenden Umbrüchen. Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine, Chinas wachsender Machtanspruch im Indo-Pazifik sowie die strategische Neuausrichtung der amerikanischen Außenpolitik stellen etablierte Gewissheiten infrage und verschieben die globalen Kräfteverhältnisse. Vor diesem Hintergrund rückt der Begriff des Imperialismus erneut ins Zentrum der wissenschaftlichen und politischen Debatte. Ist er ein historischer Relikt, oder beschreibt er vielmehr ein wiederkehrendes Muster der neuzeitlichen Geschichte, das sich in veränderter Form bis in die Gegenwart fortsetzt? Der Eröffnungsvortrag „Imperialismus. Über ein Muster der neuzeitlichen Geschichte“ nimmt diese Frage zum Ausgangspunkt und lädt dazu ein, aktuelle Dynamiken im Lichte langfristiger historischer Strukturen zu reflektieren. Daraus ergeben sich grundlegende Fragen: Welche Formen von Herrschaft, Einfluss und Expansion prägen die internationale Ordnung heute, und welche Konsequenzen ergeben sich daraus für Europa und seine Rolle in einer zunehmend fragmentierten Welt? Diese und weitere Fragen diskutieren Expertinnen und Experten bei der Eröffnungsveranstaltung der Ad hoc-AG „Neoimperialismus als Herausforderung der Gegenwart“. Die neue AG der BAdW analysiert die neoimperialen Strategien Russlands, Chinas und der USA vor dem Hintergrund einer erschütterten internationalen Ordnung. Sie verbindet vergleichende, interdisziplinäre Forschung mit unterschiedlichen Dialogformaten, die sich an die Politik und Öffentlichkeit richten.
Begrüßung:
Prof. Dr. Markus Schwaiger, Präsident der Bayerischen Akademie der Wissenschaften
Vortrag "Imperialismus. Über ein Muster der neuzeitlichen Geschichte":
Prof. Dr. Jörn Leonhard (Neuere und Neueste Geschichte Westeuropas, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg)
Es diskutieren
- Prof. Dr. Jörn Leonhard
- Prof. Dr. Martin Schulze Wessel (Geschichte Ost- und Südosteuropas, Ludwig-Maximilians-Universität München)
- Prof. Dr. Carlo Masala (Sicherheits- und Verteidigungspolitik, Universität der Bundeswehr München)
- Prof. Dr. Heike Paul (Amerikanistik, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg)
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