Natur verhandeln – und wie Gedichte dazu beitragen
Podiumsgespräch
Lyrik wird als „Kunst im Elfenbeinturm“ zuweilen fehlender Weltbezug unterstellt. Zu Unrecht, denn Dichtung kann auf ihre ganz eigene, nämlich poetische Weise zu gesellschaftlichen und persönlichen Fragen beitragen. Am Beispiel des dieser Tage vieldiskutierten Themas „Natur“ will die Podiumsdiskussion den Beitrag der Dichtung zu teils kontroversen Diskursen der Vergangenheit und Gegenwart beleuchten. Naturlyrik – das zeigt sich besonders im epochenübergreifenden Vergleich – stellt Natur nicht nur im Sinne einer Idylle dar, sondern berührt auch wesentlich Fragen der Gefährdung und Destruktion der Natur und des ‚Natürlichen‘. Auf der Basis poetischer Texte aus dem Mittelalter, der Moderne und der Gegenwart soll im interdisziplinären Gespräch beleuchtet werden, welchen Beitrag poetische Rede- und Denkweisen zur Darstellung und Verhandlung von Natur leisten können – und welche wertvollen Perspektiven besonders die Lyrik entwerfen kann.
Vortragende
Prof. Dr. Heinrich Detering (Universität Göttingen), Prof. Dr. Beate Kellner (LMU München / BAdW), Prof. Dr. Helmuth Trischler (LMU München / Deutsches Museum), Dr. Anja Utler (Lyrikerin, Übersetzerin, Essayistin)
Moderation
Dr. Alexander Rudolph (Junges Kolleg der BAdW, LMU München)
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