Geschlecht verhandeln – und wie Gedichte dazu beitragen
Podiumsdiskussion
Lyrik wird als „Kunst im Elfenbeinturm“ zuweilen fehlender Weltbezug unterstellt. Zu Unrecht, denn Dichtung beteiligt sich seit jeher auf ihre ganz eigene Weise an gesellschaftlichen und persönlichen Fragen. „Um komplexe Themen verstehen zu können, brauchen wir alle möglichen Wissensbestände, und dazu gehören gerade auch die Kunst und die Lyrik mit ihrem feinen Sensorium“, so jüngst Prof. Dr. Helmuth Trischler, Forschungsleiter des Deutschen Museums, bei der Podiumsdiskussion „Natur verhandeln – und wie Gedichte dazu beitragen“ in der BAdW. Anknüpfend daran nimmt die nun folgende Veranstaltung ein nicht minder prägnantes Thema in den Fokus: die Frage, wie in der Lyrik Geschlecht modelliert und Geschlechterverhältnisse dargestellt werden können. Auf der Basis lyrischer Texte vom Mittelalter bis in die Gegenwart beleuchtet die Podiumsdiskussion überraschende poetische Perspektiven auf das Thema und bespricht weltliche und geistliche Aspekte. Im Zentrum steht die Frage, was sich aus den Texten über die Verhandlung von Geschlecht, aber auch, was sich aus ihnen über die Eigenheiten von Lyrik lernen lässt.
Vortragende
Prof. Dr. Frieder von Ammon (Neuere deutsche Literaturwissenschaft, LMU München), Prof. Dr. Susanne Reichlin (Deutsche Literatur des Spätmittelalters und der frühen Neuzeit, LMU München), Antje Schmidt (Gender und Literatur, Universität Hamburg), Daniela Seel (Lyrikerin, Übersetzerin, Verlagsleiterin)
Moderation
Dr. Alexander Rudolph
Eintritt frei, um Anmeldung wird gebeten an: alexander.rudolph@lmu.de
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