Bibel und Apokryphen im Werk des Österreichischen Bibelübersetzers: Die Heilige Familie unter den Räubern
Vortrag
Das Werk des sogenannten Österreichischen Bibelübersetzers spielt in der Geschichte der vorlutherischen Bibelübersetzungen eine herausragende Rolle. Der in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts tätige Übersetzer war ein Laie. Engagiert verteidigte er den Anspruch der Laien auf die Bibel in der Volkssprache. Ebenso verteidigte er in seinem Evangelienwerk auch die aus der Marienepik vertraute Heranziehung der neutestamentlichen Apokryphen. Diese fügte er als Glossen den kanonischen Evangelientexten bei. Ein interessantes Beispiel für diese Kombination von Bibel und Apokryphen bietet eine Episode aus der breit ausgestalteten Flucht nach Ägypten, auf der die Heilige Familie unter die Räuber fällt.
Vortragende
Prof. Dr. Kurt Gärtner
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