„An Juden ist daselbst kein Mangel“: Zur Geschichte der jüdischen Landgemeinden in Bayern
Vortrag
Noch um die Mitte des 19. Jahrhunderts lebte die überwiegende Mehrheit der jüdischen Bevölkerung Bayerns auf dem Land. Die Anfänge dieser jüdischen Landbevölkerung reichen in das ausgehende Mittelalter zurück, als die Juden aus den meisten Städten vertrieben wurden. Auch im Herzogtum Bayern wurden sie nicht geduldet. So fanden sich die vielfach traditionsreichen bayerischen jüdischen Gemeinden fast ausnahmslos außerhalb Altbayerns, vor allem in den ehemals territorial zersplitterten Regionen Schwabens und Frankens, wo in etlichen Dörfern und Marktflecken ein Viertel, ein Drittel oder gar die Hälfte der Einwohnerschaft jüdisch war. Der Vortrag skizziert die Lebenswelt und das religiös-kulturelle Profil dieses bayerischen Landjudentums und zeichnet wesentliche historische Entwicklungslinien nach.
Vortragende
Prof. Dr. Stefan Rohrbacher (Heinrich-Heine- Universität Düsseldorf)
Wir bitten um Anmeldung bis zum 10. Mai 2023 an: kristina.milz@jib.badw.de

