Forschungsdaten
Forschungsdaten entstehen bei der Konzeption, Durchführung und Dokumentation von Forschungsvorhaben. Als Grundlage der wissenschaftlichen Arbeit gewinnen sie zunehmend an Bedeutung. Die BAdW stellt die Forschungsdaten, die in ihren Vorhaben entstehen, frei und nachhaltig zur Verfügung – entsprechend der FAIR-Prinzipien.
FAIR-Prinzipien
Die FAIR-Prinzipien sichern ein nachhaltiges Forschungsdatenmanagement. Daten und Metadaten werden so aufbereitet und gespeichert, dass sie leicht zugänglich und nachnutzbar sind (www.go-fair.org/fair-principles/). FAIR steht für Findable (auffindbar), Accessible (zugänglich), Interoperable (interoperabel), Reusable (riederverwendbar). Die FAIR-Prinzipien betreffen sowohl die Datenhaltung als auch Infrastrukturen und Services und umfassen technische ebenso wie rechtlich-ethische Aspekte.
Bereitstellung der Daten
Die Bayerische Akademie der Wissenschaften (BAdW) stellt Forschungsdaten sowohl in menschen- wie auch in maschinenlesbarer Form bereit. Da die Daten – anders als Publikationen – in verschiedenen Formen und Formaten vorliegen, werden sie über maßgeschneiderte Benutzerschnittstellen zugänglich gemacht. Der maschinelle Zugriff erfolgt entweder über eine spezifische Schnittstelle oder das gitlab-Daten-Repositorium der BAdW.
Beliebte Datenangebote der BAdW:
- Corpus der barocken Deckenmalerei in Deutschland
- Bayerns Dialekte Online
- Lexhelfer Bayerisch und Lexhelfer Fränkisch
(Forschungsprimärdaten zu „Bayerns Dialekte Online“) - Der Österreichische Bibelübersetzer
- Geschichtsquellen des deutschen Mittelalters
Forschungsdaten können, wie am Beispiel der Dialektdaten deutlich wird, sowohl die Endprodukte der wissenschaftlichen Forschung sein als auch Ausgangs- und Zwischenstufen der Forschung. Indem die BAdW beide Arten von Forschungsdaten veröffentlicht, gewährleistet sie einerseits die Reproduzierbarkeit ihrer Forschung und ermöglicht andererseits die größtmögliche Nachnutzbarkeit ihrer Forschungsergebnisse.
Nationale Forschungsdateninfrastruktur
Die BAdW und ihr Leibniz-Rechenzentrum (LRZ) beteiligten sich am Aufbau der Nationalen Forschungsdateninfrastruktur (NFDI), einem 2020 gegründeten Konsortium, das Daten von Wissenschaft und Forschung zur Verfügung stellt, vernetzt und langfristig nutzbar macht. Die Akademie ist Mitglied im NFDI e. V. und engagiert sich als „Participant" in mehreren Konsortien der NFDI, darunter allen geisteswissenschaftlichen Konsortien: NFDI4Memory, NFDI4Culture, NFDI4Objects und NFDI4Text+.
