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Worauf können wir in Europa stolz sein? Was macht unsere europäische Identität aus? Ist es die Demokratie? Sind es typisch europäische Werte - und welche wären das? Woher rührt das europäische Überlegenheitsgefühl? "Erst um 1700 wird ein kultureller Europabegriff populär, der Europa als überlegen beschreibt. In der Folge entstehen im 18. Jahrhundert Diskussionen darüber, ob z.B. das Osmanische Reich, Istanbul oder Russland zu Europa gehören und die Gelehrten sowie die Politiker sind sich sehr uneinig. Das ist der Nachteil von kulturellen Europabegriffen: Es kommt zu Ausgrenzung. Und man kann erkennen, dass dieses Überlegenheitsdenken eine Folge der Erfahrung ist, Kolonialmacht zu sein. Nach dem Motto: Wir sind der Kontinent, der andere Kontinente beherrscht." So Dag Nikolaus Hasse im Interview. Sowohl der Kontinent Europa als auch ein kultureller Europabegriff beruhen für ihn auf Konvention und seien dabei nicht deckungsgleich. Was ist dann europäisch? Was macht Europa aus und wie könnten wir in Zukunft den Blick weiten? Das Interview finden Sie in gekürzter Version auch in unserer Zeitschrift "Akademie Aktuell".
> Zur SZ-Rezension "Dag Nikolaus Hasses Essay "Was ist europäisch?": Gegen den Hochmut der Vernunft" von Gustav Seibt (8.12.2021)
> Zum BR-Nachtstudio-Podcast "Die Zukunft eines Kontinents - Wie soll es weitergehen mit Europa?" (22.3.2022)
Wer spricht
Podcast-Einführung und Interview: Dr. Laura Räuber, Referentin für Digitale Kommunikation der Bayerischen Akademie der Wissenschaften.
Prof. Dr. Dag Nikolaus Hasse lehrt Geschichte der Philosophie an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg und ist ordentliches Mitglied der BAdW. Er forscht zu arabischer Philosophie- und Wissenschaftsgeschichte, dem arabischen Einfluss in Europa sowie die europäische Philosophie- und Wissenschaftsgeschichte des 12.-16. Jahrhunderts. 2021 erschien sein vielbeachteter Essay „Was ist europäisch? Zur Überwindung kolonialer und romantischer Denkformen“.









