Zum Inhalt
Wie eine Gesellschaft sich die Zukunft vorstellt, liefert in erster Linie Erkenntnisse über die Stimmungslage der Gegenwart - so eine grundlegende Prämisse der Zukunftsforschung, die sich mit verschiedenen Zukunftsvisionen der Vergangenheit und Gegenwart auseinandersetzt. Wie haben sich die Vorstellungen von Zukunft in den letzten Jahrzehnten gewandelt? Haben angesichts von multiplen Krisen utopische Zukunftsvorstellungen ausgedient? Und wie verändert sich das Nachdenken über Zukunft, wenn die Forschung - beispielsweise durch Klimamodellierungen - erstmals quasi gesicherte Aussagen über zukünftige Entwicklungen treffen kann? Welche Konsequenzen Politik und Rechtsstaat in Europa aus dieser schwierigen Gemengelage ziehen, steht im Mittelpunkt dieses Podcasts, der unsere Reihe "Quo vadis Europa?" abschließt.
Wer spricht
Einführung: Dr. Laura Räuber, Referentin für Digitale Kommunikation der BAdW.
Prof. Dr. Elke Seefried ist Lehrstuhlinhaberin für Geschichte der Neuzeit (19.-21. Jh.) mit ihren Wissens- und Technikkulturen an der RWTH Aachen. Bekannt ist sie als Historikerin unter anderem für ihre Auseinandersetzung mit der Zukunftsforschung, der Geschichte von Zukünften und der Zukunftskommunikation sowie mit Zukunft als Kategorie politischen Handelns. Zu ihren Publikationen zum Thema zählen: "Politische Zukünfte im 20. Jahrhundert. Parteien - Bewegungen - Umbrüche", Frankfurt a.M. 2022. sowie "Zukünfte. Aufstieg und Krise der Zukunftsforschung 1945–1980 (Quellen und Darstellungen zur Zeitgeschichte, Bd. 106), Berlin u.a. 2015.
Judith Grosch ist Mitarbeiterin im Akademie-Projekt “Kulturen politischer Entscheidung in der modernen Demokratie”, wo sie zum Thema "Emotionen in gesundheitspolitischen Entscheidungen in Deutschland und in Polen ca. 1985–1995" forscht.
Meike Krakau ist Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Völkerrecht und Öffentliches Recht an der LMU München.










