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Wenn Themen und Debatten emotional werden - etwa wenn es um Corona-Maßnahmen oder Impfungen geht - werden Meinungen schnell zu Tatsachen erklärt. Sobald man im Internet auf Gleichgesinnte trifft, wird die eigene Überzeugung bestätigt - evidenzbasiert ist das allerdings nicht. Selbsterklärte Expert:innen finden sich inzwischen auf verschiedenen Kanälen wie YouTube, Facebook oder dem Messenger Telegram und erreichen damit tausende, manchmal zehntausende Menschen. Viele Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler können von so einer Reichweite nur träumen, allerdings findet allmählich ein Umdenken statt, was die Wissenschaftskommunikation angeht. Ehemals stiefmütterlich behandelt, wird die Wichtigkeit inzwischen erkannt und Forscher:innen kommunizieren via Twitter, YouTube oder in Podcasts ihre Ergebnisse bzw. bringen sich in aktuelle öffentliche Debatten ein. Das macht sie allerdings auch angreifbar für Hass und Hetze im Netz. Wie erreicht man die Menschen? Wie können Daten und Fakten es mit hitzigen Reden, "Fake News" und Verschwörungserzählungen aufnehmen? Und wie emotional darf die Wissenschaftskommunikation selbst dabei sein?
Wer spricht
Podcast-Einführung und -Interview: Dr. Laura Räuber, Referentin für Digitale Kommunikation an der BAdW
Dr. Julia Serong ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Kommunikationwissenschaft und Medienforschung an der LMU München, hier ist einer ihrer Schwerpunkt die Wissenschaftskommunikation. Von 2017 bis 2020 koordinierte sie an der BAdW die Ad-Hoc-Arbeitsgruppe "Faktizität der Welt".
> Zum Interview in unserer Zeitschrift "Akademie Aktuell"
Header-Bild: Ivan Radic/Flickr, aufgenommen am 16. Januar 2021
Die Podcast-Reihe "Fakt und Fake" rund um Verschwörungstheorien
Ob man sie Verschwörungstheorien oder Verschwörungsmythen nennt, Erzählungen zu Verschwörungen sind seit Beginn der Corona-Pandemie überall anzutreffen. Woher kommt der Glaube an Falschinformationen (Fake News) und Verschwörungen? Woher rührt die wachsende Wissenschaftsleugnung? Und wie geht man damit um? Darum geht es in unserer neuen Reihe "Fakt & Fake"
Die Ad-Hoc-Arbeitsgruppe "Faktizität der Welt"
Die im Jahre 2017 eingerichtete und 2020 abgeschlossene Ad-Hoc-AG „Faktizität der Welt“ griff die gegenwärtige Diskussion über „post-truth politics“ auf. Das oftmals bewusste Leugnen der Realität im politischen Diskurs fordert die Wissenschaft genauso heraus wie der nur fahrlässige Umgang mit Wahrheiten. Aber wie kommt überhaupt die Wissenschaft zur Feststellung von Fakten? Welche Autoritäten und Prozesse entscheiden darüber? Vor diesem Hintergrund untersuchte die Arbeitsgruppe die Methoden einer kritischen, auf beständige Revision aller Wissensstände bedachten, wahrheitsorientierten Forschung und deren Bedeutung für gesellschaftliche Gestaltungs- und Transformationsprozesse.
> Zur Online-Gesprächsreihe der AG "Fake und Fakt im Bild" über Macht und Ohnmacht der Bilder







