Zum Inhalt
"Jeder, der vor Verfolgung oder ernsthaftem Schaden in seinem Herkunftsland flieht, hat das Recht, einen Antrag auf internationalen Schutz zu stellen. Asyl ist ein Grundrecht [...]", heißt es auf der Website des Europäischen Parlaments. Ein scheinbar eindeutiger Fall. Kaum ein juristisches Feld berührt jedoch so unmittelbar ethische und politische Fragestellungen wie das Asylrecht. Ein großes Dilemma ist dabei die Aushandlung zwischen dem Recht geflüchteter Menschen auf Schutz auf der einen Seite und dem Recht der Staaten auf die Hoheit über das eigene Territorium auf der anderen. Ein prägnantes Besipiel dafür findet sich in der aktuellen Situation: Während ukrainischen Geflüchteten die Einreise ohne Hindernisse gewährt wird, behalten sich die europäischen Staaten anderen Flüchtlingsgruppen gegenüber das Recht vor, die Grenzen zu schließen. Im Mittelpunkt des Podcasts steht deshalb die Frage, wie die in der Debatte häufig als „Festung Europa“ titulierte Europäische Union mit diesem Dilemma umgeht, wo die größten Probleme des Dublin-Abkommens und des deutschen Asylrechts liegen und wie es um die Menschenrechte an den europäischen Außengrenzen steht.
> Zum Artikel "Asylrecht: "Tschüss, Griechenland"" (Zeit Online vom 08.06.2022)
Wer spricht
Prof. Dr. Christian Walter lehrt Völkerrecht und öffentliches Recht an der LMU München und ist ordentliches Mitglied der BAdW, wo er das Forschungsprojekt „Kulturen politischer Entscheidungen in der modernen Demokratie“ stellvertretend leitet. 2017 gab er gemeinsam mit Martin Burgi das Buch „Die Flüchtlingspolitik, der Staat und das Recht“ heraus.
Dr. Franz Bethäuser ist praktizierender Rechtsanwalt für Asylrecht und unterstützt als Beiratsmitglied die Refugee Law Clinic Munich e.V.. Außerdem hält er regelmäßig Einführungsvorlesungen zu Asylrecht an der LMU München.
Interview:Ruth-Maria Zapf, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Podcast-Einführung:Dr. Laura Räuber, Referentin für Digitale Kommunikation an der BAdW.










