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SUMMARY:Von vorbildlichen Frauen berichten
DESCRIPTION:Gattungsbewusste Überlieferung dominikanischer Schwesternbücher
  in spätmittelalterlichen Frauenklöstern Johannes Meyer OP (1422–1485) war 
 mehr als 30 Jahre lang Beichtvater in mehreren Dominikanerinnenklöstern im 
 deutschen Südwesten. Er diente den Ordensschwestern auch durch seine zahlre
 ichen Schriften, die die Schwestern zum Gehorsam anleiten sollten. Darunter
  waren Redaktionen sogenannter Schwesternbücher: Kurzbiographien vorbildlic
 her Schwestern, deren Taten und Frömmigkeit in den eigenen Klöstern festgeh
 alten wurden. Fast gleichzeitig bearbeitete Elisabeth Kempf (1415–1485), Pr
 iorin des Dominikanerinnenklosters Unterlinden in Colmar, das Schwesternbuc
 h ihres Klosters. Es gibt keinen urkundlichen Nachweis, dass die zwei Domin
 ikaner sich je begegnet sind. Trotzdem stellt der Vortrag die Frage, ob Mey
 er und Kempf sich gegenseitig beeinflussten und inwieweit es ihnen bewusst 
 war, dass sie mit einer literarischen Gattung arbeiteten, gegen deren Regel
 n sie nicht verstoßen durften.
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