BEGIN:VCALENDAR
VERSION:2.0
PRODID:https://github.com/derhansen/sf_event_mgt
METHOD:PUBLISH
BEGIN:VEVENT
UID:604-199@badw.de.devweb.mwn.de
CLASS: PUBLIC
SUMMARY:Eine gemeinsame europäische Sprache? Deckenmalerei und Raumkünste a
 n den europäischen Höfen um 1700
DESCRIPTION:Das Corpus der barocken Deckenmalerei in Deutschland betrachtet
  Wand- und Deckenmalerei als ein Medium der bildlichen Repräsentation. Im h
 öfischen Kontext diente es den Landesherren ebenso wie beispielsweise Archi
 tektur oder Raumausstattung zur Selbstdarstellung gegenüber Standesgenossen
 . Um 1700 ist in der Selbstdarstellung europäischer Höfe vor allem nördlich
  der Alpen ein formaler und inhaltlicher Wandel festzustellen. Im Bereich d
 er Deckenmalerei fällt auf, dass die Decke nun oft nicht mehr in einzelne F
 elder unterteilt, sondern in ihrer Gesamtheit mit einem Gemälde versehen wi
 rd. Das einzelne große Gemälde wird raumbeherrschend. Eine freie Monumental
 ität, große Maßstäbe und ein neuer Illusionismus werden wichtig. Die Kunst 
 der Augentäuschung als hohe Kunstfertigkeit der barocken Deckenmalerei setz
 t sich durch. Das Deckenbild erlangt Autonomie und als Medium folgt es eine
 r eigenen Logik. Wand und Decke können nun auch einheitlich gestaltet werde
 n. Dieser Wandel ist kein rein formaler, sondern auch ein inhaltlicher: Ver
 herrlichungen und Personifikationen erfolgen im nördlichen Europa nun auf e
 ine zuvor nicht praktizierte Weise und sind oft nicht mehr allgemein dynast
 isch ausgerichtet, sondern auf bestimmte Personen hin orientiert. Unabhängi
 g davon darf Deckenmalerei im europäischen Kontext weder als ausschließlich
 e Fresko- bzw. Seccomalerei missverstanden noch isoliert betrachtet werden.
  Die Entscheidung für Ölmalerei war lange Zeit nicht nur eine Frage der Qua
 lität oder der Verfügbarkeit entsprechend ausgebildeter Künstler, sondern a
 uch eine Frage der Ästhetik. Zahlreiche Deckengemälde und noch mehr Wandmal
 ereien wurden vor allem in West-, Mittel- und Nordeuropa auf Leinwand gemal
 t in Decken bzw. Wände eingepasst. Der Stuck spielte dabei immer eine Rolle
 , scheint aber auch bei Fresken in Räumen höherrangiger Nutzung bevorzugt a
 ngebracht worden zu sein. Neben allgemeinen Überblicksdarstellungen diskuti
 ert die Tagung Beispiele aus Dänemark, Deutschland, England, Frankreich, It
 alien, den Niederlanden, Österreich, Polen, Schweden, Spanien und Tschechie
 n. So wird erstmals der Versuch einer europaweiten Gegenüberstellung untern
 ommen.
LOCATION:Galeriegebäude
DTSTAMP:20251111T140042Z
DTSTART:20180913T120000Z
DTEND:20180915T215959Z
END:VEVENT
END:VCALENDAR
