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SUMMARY:Die Neue Seidenstraße
DESCRIPTION:Als Xi Jinping 2012 in China an die Macht gelangte, ergriff er 
 nach der innenpolitischen Absicherung seines Herrschaftsanspruchs auch rela
 tiv rasch außenpolitisch die Initiative: und zwar nicht nur durch die Inten
 sivierung der Beziehungen zu den ehemaligen Sowjetrepubliken, sondern vor a
 llem durch die massive Propagierung eines Programms, das im Grunde alle Sta
 aten einbezog, die im Bereich der einstigen Seidenstraße lagen. Das wurde i
 n Europa spätestens dann zum Gegenstand öffentlicher Kritik, als eine volks
 eigene Großreederei die Anteilsmehrheit am Hafen von Piräus erwarb. Auch in
  vielen Staaten Asiens herrscht neben der Hoffnung auf wirtschaftlichen Auf
 schwung ein latentes Unbehagen, nicht zuletzt deshalb, weil die Kurzatmigke
 it der amerikanischen Außen- und Wirtschaftspolitik den chinesischen Hegemo
 nie- anspruch zusätzlich begünstigt. Aber geht es nur um Asien und Europa? 
 Nein. Der „Chinesische Traum“ und die „Neue Seidenstraße“ stehen auch für g
 lobale Ansprüche. Das gilt vor allem für Afrika, wo in vielen Ländern wertv
 olle Rohstoffe gewonnen werden. Investierte China bis vor kurzem vor allem 
 in Infrastrukturmaßnahmen – wie den Bau von Eisenbahnstrecken, Hafenanlagen
 , Staudämmen und Kanälen –, liegt heute das Augenmerk auch auf der langfris
 tigen Absicherung ökonomischer und strategischer Interessen: etwa durch die
  Errichtung einer Militärbasis in Dschibuti.
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