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SUMMARY:Demokratie und Wissen: Zwischen Expertokratie und Populismus
DESCRIPTION:Im Juni 2016 konterte der britische Politiker Michael Gove düst
 ere Prognosen von Ökonomen zu den Folgen eines Brexits mit den Worten: „Bri
 tain has had enough experts.“ Statt auf die Rationalität und das Wissen von
  Experten zu vertrauen, setzen Politiker wie Gove in populistischer Manier 
 auf den Volkswillen und kritisieren dessen vermeintliche Verzerrung in mode
 rnen politischen Systemen. Populisten greifen somit die weitverbreitete Kri
 tik an einer zu expertengläubigen, verwissenschaftlichten Form der politisc
 hen Entscheidungsfindung auf und betonen stattdessen die politischen Spielr
 äume. Gleichzeitig erscheint Populismus jedoch nicht als demokratische Form
  der Abkehr von einer zu hohen Expertenabhängigkeit, sondern ebenso als Bed
 rohung von Demokratie. In der Demokratie wird aktuell folglich um das richt
 ige Maß der Einbeziehung von Expertise gerungen. Hierbei steht die Demokrat
 ie vor der doppelten Herausforderung, weder populistischen noch expertokrat
 ischen Tendenzen nachzugeben. Denn sowohl Expertokratie als auch Populismus
  höhlen, so die These, die Institutionen und Verfahren der Demokratie aus. 
 Die interdisziplinäre Tagung diskutiert daher die Rolle und Bedeutung von W
 issen im Spannungsfeld von Demokratie und Populismus und fragt danach, wie 
 viel Expertise die Demokratie braucht und wo die Grenzen einer Politik lieg
 en, die sich das Gütesiegel der Vernunft verleiht.
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